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Das Brautkleid
Im Mittelpunkt einer Hochzeit steht immer die Braut. An ihrem Hochzeitstag darf sich die Braut einmal in ihrem Leben wie eine Prinzessin kleiden und strahlt hell und bezaubernd. Ihr Bräutigam dagegen in seinem Hochzeitsanzug oder einem Smoking leuchtet dagegen nur in einem geringem Licht. Der Aberglaube rund um das Braukleid Mit einem Brautkleid sind auch viele Bräuche und Traditionen verknüpft. Da gibt es zunächst einmal den Aberglauben um das Brautkleid, dass es Unglück bringt, wenn der Bräutigam die Braut vor der Hochzeit in ihrem Brautkleid sieht. Dieser Tradiotion hat sich bis heute gehalten, doch wohl weniger aus Aberglaube, sondern weil die Braut ihren Auserwählten am Hochzeitstag mit ihrem wunderschönen Brautkleid überraschen möchte. Ein weiterer Aberglaube sagt, dass man sein Brautkleid nicht selber nähen sollte, auch dann nicht, wenn ma geschickt mit Nadel und Faden umgehen kann und einen fantastischen Entwurf vor Augen hat. Ein altes Sprichwort sagt "So viele Stiche, so viele Tränen". Mit anderen Worten gesagt, die Ehe steht unter keinem guten Stern, wenn die Braut ihr Hochzeitskleid selber anfertigt. Wer aber seine Vorstellungen nach seinem eigenen Entwürfen fertigen möchte, der sollte besser eine Schneiderin damit beauftragen. Dabei tust du nicht nur der Schneiderin finanziell etwas gutes, denn der Aberglaube sagt weiter, dass die Schneiderin, die den ersten Stich an einem Brautkleid näht, innerhalb eines Jahres selber vor den Traualtar tritt.
Ein kleiner Ausflug in die Geschichte des Brautkleides Denkt man an Hochzeit, so hat man fast immer eine Braut in einem weißen Hochzeitskleid vor Augen. Weiß, weil es die Farbe der Unschuld ist und das weiße Brautkleid die Jungfräulichkeit und Unberührtheit symbolisiert. Ein weißes Hochzeitskleid ist jedoch erst seit dem 19. Jahrhundert Tradition, doch zieht sich ein Brauch durch alle Jahrhunderte. Nämlich der, dass die Braut am Tag der Hochzeit keine alltägliche Kleidung trägt, sondern ein festliches Gewand. Die Farben der Hochzeitskleider wechselten im Laufe der Jahrhunderte. So bevorzugte der Adel im Mittelalter rote, blaue und grüne Kleider, während das einfache Volk sogar in schwarz heiratete. Die Leute aus dem Volk konnten sich keine eigens für die Hochzeit gefertigten Kleider leisten und heirateten zumeist in ihrer Sonntagskleidung oder in dem Brautkleid der Mutter. Wogegen der Adel sich prächtige Hochzeitskleidung aus Brokat, Samt oder Seide fertigen ließ und diese obendrein noch mit Edelsteinen verzierte.In Zeiten ohne Waschmaschine war weiße Brautkleidung noch nicht in Mode, da man diese nur schwer wieder reinigen konnte. Zudem trugen die Brautleute ihre Hochzeitskleidung auch nach der Hochzeit weiter und da war im Mittelalter die weiße Farbe doch eher hinderlich. Bis ins 20. Jahrhundert heirateten die Brautleute in ländlichen Gegenden doch eher in Schwarz. Das lag aber auch daran, dass man den Menschen vor Augen führen wollte, wie nahe Leben und Tod, Glück und Trauer beieinander liegen. Ab dem späten 18. Jahrundert setzte sich die Farbe weiß als Brautkleid bei den oberen zehntausend dann durch, wobei das Brautkleid auch nach der Hochzeit weiter zu festlichen Anlässen getragen wurde. Erst im Jahre 1813 wurde in Frankreich zum ersten Mal ein reines Hochzeitskleid präsentiert. Ein Traum in Weiß. Wie auch in heutiger Zeit, war in den darauf folgenden Jahren die Hochzeitskleidung der Mode unterworfen. Mal waren die kurzen Hochzeitskleider IN, im darauf folgenden Jahr konnte es schon wieder heißen, dass man in bodenlangen Kleidern heiratet. In manchen Jahren war das Dekolleté gefragt, in anderen Jahren waren die Brautkleider dann wieder eher züchtig geschnitten. In den 60-igern und 70-igern war das Brautkleid dann doch eher ein Minikleid, zu dem man Plateauschuhe trug, in den 80-igern wurde dann die Taille mit Bändern und Schärpen betont. Heute ist fast alles erlaubt, sogar in einem weißen Bikini am Strand zu heiraten, oder sich wie die Menschen im Mittelalter zu kleiden und als Prinz und Prinzessin auf einem Schloss zu heiraten. Einige Brautpaare fliegen nach Las Vegas und heiraten dort in Jeans und T-Shirt, andere tauchen unter Wasser und blubbern sich dort das Jawort zu. Nur eines ist allen Brautleuten noch wichtig: Der Tag der Hochzeit soll ein besonderer Tag in ihrem Leben sein. Und diese wählen die Brautleute auch mit der Wahl ihrer Kleider. |
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