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Jungesellenabschied

Der Brauch des Junggesellenabschieds kommt ursprünglich aus Großbritannien und den USA und wird am Vorabend der Hochzeit oder am Wochenende vor der Hochzeit gefeiert, um sein Junggesellendasein zu verabschieden. In Großbritannien feiern hier die "Stags" (Hirsche), in den USA spricht man von einer "Bachelor Party".

In Deutschland hat sich dieser Brauch umgangssprachlich mit "Junggesellenabschied" durchgesetzt, den der Bräutigam ausschließlich mit seinen männlichen Freunden feiert. Ganz gleich, wie man diesen Brauch nennt, dass wichtigste dabei ist nur eins - die Brautleute feiern diesen Abend getrennt von einan-der und verabschieden ihr Singleleben, wobei symbolisch noch einmal all das getan werden kann, was sie als verheiratetes Paar nicht mehr tun dürfen.

Früher war dieser Brauch eher nur den Männern vorbehalten, die lustig von Kneipe zu Kneipe zogen, während die Frauen brav bei Kaffee und Kuchen daheim saßen. Das ist aber heute längst überholt und die Frauen stehen den Männern in nichts mehr nach. Sie feiern heute mit ihren Freundinnen genauso ausgelassen eine "Hen Party" (Hennenabschied).

ACHTUNG: Wenn die Bräutigam und die Braut am gleichen Abend den Abschied ihres Singledasein feiern, dürfen sich die Gruppen nicht begegnen, denn das soll Unglück bringen.

Früher wurde in England die Tradition des Junggesellenabschieds (Stag Night) beim Vater des Bräuti-gams abgehalten. Die Männer der beiden zu vereinigenden Häuser prüften damals auf das Genaueste, ob sich der Bräutigam mit seinen ehelichen Pflichten auskennt. In feinster Festtagskleidung wurden dabei Ansprachen von den Familienoberhäuptern abgehalten.

Heutzutage sind beim Feiern eines Junggesellenabschieds der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Man sagt sogar, dass ein Junggesellenabschied der von niemandem bemerkt, kein richtiger Junggesellenab-schied ist. Um zu gewährleisten, dass man bemerkt wird tragen die Feiernden oftmals eine einheitliche Verkleidung, wie z. B. ein T-Shirt mit dem Aufdruck "letzter Tag in Freiheit" oder "bin weg vom Markt". Zusätzlich bringen nette Spiele, bei denen der Bräutigam auf wildfremde Leute zugehen muss, jede Men-ge Spaß. Wenn der Junggesellenabschied in einem etwas kälteren Monat stattfindet, achtet darauf, dass das T-Shirt so groß ist, dass es der Bräutigam und seine Freunde über der normalen Kleidung oder einer warmen Jacke tragen können, damit man nicht friert.

Beim Feiern am Vorabend der Hochzeit sollte man jedoch bedenken, dass man nicht zu tief ins Glas schaut und in dieser ausgelassenen Stimmung nichts tut, was man später bereuen könnte. Entgegen der Meinung, dass ein Junggesellenabschied dazu dient, noch einmal "die Sau raushängen zu lassen" und all das tun zu dürfen, was man als Ehemann nicht mehr tun darf, soll dieser Abend dazu dienen, dem Bräutigam vor Augen zu führen, was in Zukunft alles tabu für ihn ist.
>> Also nur gucken, nicht anfassen!

Die Planung des Junggesellenabschieds liegt traditionell in den Händen des Trauzeugen des Bräutigams. Er hat ein wachsames Auge auf den Bräutigam und plant den Ablauf des Abends, damit alles reibungslos abläuft. Ein Trauzeuge ist nämlich immer auch der Vertraute beider Eheleute und es ist ein ungutes Ge-fühl Mitwisser von Dingen zu sein, die die junge Ehe erheblich belasten könnten.

Bezahlung eines Junggesellenabschieds:
Die Trauzeugen waren früher für die Ausrichtung und Bezahlung eines Junggesellenabschieds verant-wortlich. Heutzutage teilen sich meistens die beteiligten Personen die Kosten für die Verabschiedung. Dabei kann der Bräutigam durch Spiele am Junggesellenabend in die Pflicht genommen werden seinen Teil dazu beizutragen. So kann man der Bräutigam beispielsweise mit einem Bauchladen oder einem verkauften Kuss ein netter Hinzuverdienst erwirtschaftet werden.

TIPPS um den Abend zu finanzieren:
Der Bauchladen:
Hierbei wird dem Bräutigam ein Bauchladen umgehangen, in den sich allerlei nutzlose und billige Ge-genstände befinden, wie Rollen Toilettenpapier oder einzelne Socken. Diese Gegenstände muss der Bräutigam dann in der Kneipe verkaufen und beteiligt sich somit an den Kosten für den Abend.

Der verkaufte Kuss:
An dem Abend der Junggesellenverabschiedung darf der Bräutigam noch mal küssen und kann in einer Kneipe oder Diskothek einen Kuss für 1 Euro verkaufen. Diesen Verkaufshit kann der Bräutigam auf ein T-Shirt drucken lassen oder als Werbung an einem Bauchladen befestigen.







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Quellen und Weiterführende Literatur
» Hochzeitsbräuche


Link-Tipps zum Thema
» www.junggesellinnenabschied.de
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